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Wissen, Haltung

Warum wir unsere Zahlen kleiner angeben, als sie sind

Wir runden unsere Korpuszahlen nach unten und nennen zu jeder Zahl ihre Quelle. Als Quelle zählt nur, was wir tatsächlich regelmäßig abrufen. Was wir nicht abdecken, steht auf derselben Seite wie das, was wir abdecken. Das kostet auf den ersten Blick Eindruck und spart die spätere Enttäuschung.

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Beitrag

Der Beitrag im Einzelnen.

Das Problem mit Abdeckungszahlen

In unserem Markt wird mit großen Zahlen geworben: Portale, Quellen, Bekanntmachungen. Diese Zahlen sind schwer prüfbar, weil niemand von außen sieht, was tatsächlich abgerufen wird und was nur einmal importiert wurde. Eine hohe Zahl lässt sich auf mehreren Wegen erzeugen, ohne dass ein einziger zusätzlicher Auftrag für Sie sichtbar wird.

Für Sie als Bieter ist die Zahl selbst wertlos. Relevant ist eine einzige Frage: Sind die Verfahren dabei, auf die Sie bieten könnten? Die Antwort darauf hängt von Ihrer Branche und Ihrer Region ab, nicht von einer Gesamtsumme.

Wie wir zählen

  • Als Quelle zählt nur, was wir tatsächlich regelmäßig abrufen. Das sind derzeit oeffentlichevergabe.de, TED, simap.ch, data.gv.at.
  • Bestände aus früheren Importen bleiben sichtbar, werden aber nicht als aktive Quelle gezählt.
  • Die Zahlen in unserer Werbung sind abgerundet: Wir nennen eine Untergrenze, der tatsächliche Bestand liegt darüber.
  • Die Korpuszahlen auf den öffentlichen Seiten werden aus dem Datenbestand gezählt, nicht in den Text getippt. Fehlt eine Zählung, steht die letzte Messung mit ihrem Datum da.

Konkret bedeutet das: Im BidMatch-Korpus stehen über 110.000 Bekanntmachungen und über 33.000 vergebene Aufträge mit genanntem Gewinner, Stand 13.10.2026, abgerundet. Der gezählte Bestand liegt darüber. Die Zahlenseite nennt zu jeder Zahl Definition und Stand.

Was wir nicht abdecken

Kein Anbieter liest alles. Unterhalb der EU-Schwellenwerte veröffentlichen manche Kommunen und Landesstellen nur auf eigenen Portalen, die an keine zentrale Stelle melden. Diese Verfahren fehlen uns, und wir sagen das auf der Quellenseite, statt es in einer Gesamtzahl verschwinden zu lassen.

Wenn eine Quelle stockt, weisen wir sie als verzögert aus. Ein Radar, der stillschweigend nichts mehr liefert, ist gefährlicher als einer, der sagt, dass er gerade nicht vollständig ist.

Warum uns das wichtiger ist als der erste Eindruck

Ein Werkzeug für Vergabeentscheidungen wird benutzt, um Wochen an Arbeit zu investieren oder eben nicht. Wer auf dieser Grundlage eine geschönte Zahl präsentiert, verschiebt das Risiko auf den Kunden. Das erste übersehene Verfahren zerstört das Vertrauen dauerhaft, und zwar zu Recht.

Deshalb ist die Zurückhaltung bei Zahlen bei uns kein Stilmittel, sondern in der Software verankert: Die Korpuszahlen werden aus dem Bestand gezählt. Eine automatische Prüfung schlägt fehl, sobald im Text dieser Seiten eine Prozentzahl, ein Preis, eine Zahl ab drei Stellen oder eine Jahreszahl ohne Gesetzesangabe steht, oder der Name eines Wettbewerbers.

Häufige Fragen.

Wie kann ich die Abdeckung für meine Branche prüfen?

Öffnen Sie die Branchen- oder Regionsseite im Register. Dort sehen Sie ohne Anmeldung die tatsächlich vorhandenen Verfahren und können sie mit der Originalquelle vergleichen.

Werden die Zahlen automatisch aktualisiert?

Ja. Die Zahlenseite zählt den Bestand einmal am Tag aus der Datenbank und nennt den Stand.

Warum nennt BidMatch keine Gewinnquoten seiner Kunden?

Weil wir keine belastbare Messung dafür haben. Eine Quote ohne Messung wäre eine Behauptung.

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